Kultur des Ehrenamts

Ziel unserer pastoralen Arbeit im Dekanat in diesem Bereich ist die Förderung einer "Kultur des Ehrenamtes".

Im Prozess der pastoralen Planung im Dekanat haben wir uns dazu unter anderem folgende Überlegungen festgehalten:

Bei der Analyse der Praxis seelsorglichen Arbeitens im Dekanat Bad Kreuznach wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen sehr unterschiedlich gestaltet wird. Die Spanne reicht von Ehrenamtlichen als Lückenbüßern zur Entlastung von hauptamtlicher Arbeit bis zu Personen, die als Partner in der Seelsorge und der pastoralen Planung anerkannt sind. In einigen Bereichen ist das Ehrenamt bereits stark an Eigenverantwortung und persönlicher Weiterentwicklung orientiert.

Studientag 2015 Bad Kreuznach*2 (c) R. Thesing
"Wichtig, nicht vergessen!"

Auf dieser Grundlage möchten wir eine „Kultur des Ehrenamtes“  fördern, die sich an den Bedürfnissen der Menschen und den sich daraus ergebenden Aufgaben orientiert. Im Pastoralschreiben des vormaligen Bischofs von Trier Dr. Reinhard Marx heißt es dazu: Es sind „...neue Formen der verbindlichen Zusammenarbeit zwischen dem Pfarrer, den Hauptamtlichen, den Ehrenamtlichen und gegebenenfalls den Verbänden und Gruppen (zu) erarbeiten ... Dabei soll darauf geachtet werden, dass Ehrenamtliche nicht einfach zum Ersatz für Hauptamtliche werden, sondern ihre eigenen Talente und Fähigkeiten zum Wohle aller einbringen können.“


Die Aufgabe von Hauptamtlichen ist es somit, Hilfestellung zu leisten bei der Motivationsklärung, die eine eigenständige bewusste Entscheidung zur Mitarbeit ermöglicht. Dabei sollten Ehrenamtliche nicht „eingesetzt“ werden, um Arbeitsaufträge zu bearbeiten, sondern um die Seelsorge entsprechend ihrer Neigungen und Kompetenzen mit zu gestalten. Ehrenamtliche sollten als fachlich und sozial kompetente Partner wahrgenommen werden, selbständig entscheiden und handeln können.

In der Begleitung Ehrenamtlicher ist immer wieder die Frage zu stellen: Was brauchen Ehrenamtliche, um ihre Arbeit gut tun zu können? Außerdem gehört dazu, Ehrenamtliche bei der Formulierung ihrer Perspektiven und bei der Reflexion ihres ehrenamtlichen Engagements zu unterstützen.