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"inklusiv leben lernen" in und um Bad Kreuznach

Inklusion ist die Teilhabe aller Menschen an allen Bereichen des Lebens, egal, welche Voraussetzungen sie mitbringen. Praktisch heißt das: ein lernbeeinträchtigtes Kind in der Regelschule, ein Museumserlebnis auch für Blinde, keine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partner, ein Arbeitsplatz, wo Migrationserfahrung geschätzt wird, und vieles, vieles mehr. Inklusion ist Vielfalt und Bereicherung für alle. Und: An der Inklusion führt kein Weg vorbei! Denn zumindest was Menschen mit Behinderung angeht, hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich damit zur Inklusion verpflichtet.

„inklusiv leben lernen“ geht den Weg zur Inklusion mit Ihnen gemeinsam. Das Projekt berät Einzelpersonen, Unternehmen und Institutionen bei der Umsetzung von Inklusion in der Praxis: In Beruf, Schule, Unternehmen,  Verwaltung, Kindergarten, Supermarkt, Museum – Inklusion ist überall!

„inklusiv leben lernen“ ist eine Gemeinschaftsinitiative

  • des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Bad Kreuznach
  • des Bistums Trier
  • der Stiftung kreuznacher diakonie
    und
  • der Caritas Rhein-Nahe-Hunsrück.

Und hier geht es zur eigenen Website des Projekts!


Nasrat

Nasrat ist anerkannter Flüchtling. Er ist 13 und kommt aus Afghanistan. Er besucht eine ganz normale Schule, jeden Freitag geht er zum Jonglage-Training, zusammen mit vielen deutschen Kindern. Er ist mittlerweile einer der besten in der Gruppe.

Johanna

Johanna hat eine körperliche Behinderung, verursacht durch eine Zerebralparese. Doch sie will mit ihren Freundinnen zusammen auf die weiterführende Schule wechseln. Nach langer Suche finden die Eltern endlich eine Schule, die mitmacht. Inzwischen ist sie eine beliebte Schülerin. Und das nicht nur, weil sie aufgrund ihrer motorischen Schwäche ein Tablet hat, mit dem sie die Tafelbilder fotografieren darf.

Isolde

Isolde sieht nicht gut. Und wenn sie durch die Kreuznacher Innenstadt geht, möchte sie sich ohne Angst bewegen können. Die Männer auf der Baustelle haben nicht schlecht gestaunt, als Isolde ihnen freundlich aber bestimmt gezeigt hat, wie man eine Baugrube so absperrt, dass auch Menschen mit einer Sehbehinderung nicht hineinfallen.

Das ist gelebte Inklusion.
Inklusion – das ist die Teilhabe aller Menschen an allen Bereichen des Lebens, ganz gleich, welche Voraussetzungen sie mitbringen. Im Beruf, im Privatleben, in der Liebe, in Freizeit und Kultur: Inklusion will allen Menschen die gleichen Chancen eröffnen. Mit der Anerkennung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich auch Deutschland dazu verpflichtet, Inklusion umzusetzen.


„Es wird viel über Inklusion geredet. Aber was die Umsetzung angeht, gibt es noch viele Möglichkeiten, mehr Schritte in Richtung Inklusion zu gehen. Das ist ein Ergebnis unserer Untersuchungen hier vor Ort. Und das wollen wir unterstützen“, erklärt Gabriele Kloep-Weber, Pastoralreferentin im Bistum Trier und Mitbegründerin des Projekts. „Inklusion heißt: Jeder, jede ist wichtig. Dafür braucht es Kreativität, Beteiligung, Ideen, Achtsamkeit, Offenheit und den Mut, Neues auszuprobieren. So können wir Barrieren abbauen, bauliche, aber auch die in den Köpfen und Herzen.“

„Wir wollen kleine, aber konkrete und realistische Schritte gehen, wirklich was verändern. Dazu braucht es alle Menschen in Stadt und Landkreis“, sagt Judith Schwickerath, Pastoralreferentin des Bistums Trier im Dekanat Bad Kreuznach. Umso mehr freut sich das Team, dass die Bad Kreuznacher Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer und Landrat Franz-Josef Diel ihre Unterstützung bereits zugesagt haben.

Aber auch weit über Bad Kreuznach hinaus hat das Konzept überzeugt: Die Aktion Mensch fördert das Projekt mit 250.000 Euro über drei Jahre und Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist Schirmherrin von „inklusiv leben lernen“.