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gemeinsam & solidarisch mit Gott unterwegs

Pastoraler Raum Bad Kreuznach

  • Strukturelle Veränderungen werden konkret

    Bad Kreuznach - Nah bei den Menschen in ihren jeweiligen Lebensräumen sein, lokale Initiativen des Glaubenslebens unterstützen und dabei trotzdem auf die schwindende Ressourcen auch in den ehrenamtlichen Gremien vor Ort achten: Die Kirche im Bistum Trier braucht zur Umsetzung ihrer Synodenergebnisse die passenden Strukturen. Am 01. Januar 2023 startet der Pastorale Raum Bad Kreuznach. In diesem sollen die weiterhin eigenständigen Pfarreien enger vernetzt zusammenarbeiten. Zudem fusionieren die sowieso schon eng kooperierenden Pfarreiengemeinschaften zu je einer neuen Pfarrei. 

    Ursprünglich hatte das Bistum die Pfarrei der Zukunft Bad Kreuznach geplant, jedoch vor allem mit der Gremienstruktur und der Pfarreileitung durch ein Team kirchenrechtliche Grenzen erreicht. Der Vatikan äußerte Bedenken und mahnte Änderungen an, sodass Bischof Ackermann im Februar 2021 ein verändertes Vorgehen für die Reform der Pfarreien auf der Grundlage der Synodenbeschlüsse vorstellte. In den Jahren 2022 bis 2026 sollen die bisher sechs Pfarreiengemeinschaften zu je einer Pfarrei fusionieren. Wenn in einer Pfarreiengemeinschaft beispielsweise vier bisher eigenständige Pfarreien (und ihre jeweiligen Kirchengemeinden als Rechtsträger) fusionieren, werden sie danach juristisch und vermögensrechtlich eine Person. Und wo es vorher parallel vier Pfarrgemeinderäte und vier Verwaltungsräte gab, wird es in der neuen Pfarrei nur noch zwei Gremien geben, einen Pfarrgemeinderat und einen Verwaltungsrat - Aufgaben und Strukturen bleiben also gleich. Jedoch trägt dies den schwindenden ehrenamtlichen Ressourcen vor Ort Rechnung und ermöglicht dem Pfarrer und den pastoralen Mitarbeitenden eine stabile Begleitung der Gremien. Ergänzt werden die Räte durch lokale Teams etwa auf der Ebene der bisherigen Pfarreien. 
    Für die Gläubigen ändert sich spürbar nichts: Seelsorgeangebote und das Personal - von Priestern, Diakonen, Pastoralreferentinnen und -referenten und Gemeindereferentinnen und -referenten, Pfarrsekretärinnen, Küstern, Organisten, Reinigungskräften und Anlagepflegern - bleiben gleich.

    Strukturelle Veränderungen werden konkret

    Die sechs Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften schließen sich zum 01. Januar 2023 im Pastoralen Raum Bad Kreuznach zusammen. Diese werden als gut vernetzte, kooperierende Zusammenschlüsse von Pfarreien und Kirchengemeinden verstanden; sie lösen die bisherige mittlere Ebene der Dekanate ab. Im Pastoralen Raum wird ein Leitungsteam eingesetzt, bestehend aus drei Personen (einem Dekan und zwei Frauen oder Männern, die jeweils eigene Aufgaben durch eine Delegation vom Bischof haben). Inhaltlich sollen sie die Arbeit der Pfarreien vernetzen und die diakonische und missionarische Ausrichtung fördern. Sie werden schon existierende Orte von Kirche begleiten und neue Initiativen ermutigen. Im Lauf der Zeit sollen sie bei der Personalplanung der Pfarreien beteiligt sein und Kooperationen mit der Caritas und anderen Partnern anregen und ausbauen. Im Pastoralen Raum Bad Kreuznach wird Mitbestimmung gewährleistet duch den Rat des Pastoralen Raums (aus Delegierten der fusionierten Pfarreien und aus der Synodalversammlung), die Synodalversammlung (pastorale Mitarbeitende, Vertreter/innen aus Pfarrgemeinderäten und Verwaltungsräten und Delegierte von den "Orten von Kirche" - also Gruppen und Initiativen etc.), und dem Kirchengemeindeverband (verwaltet Mittel des Bistums für Seelsorgeaufgaben und Verwaltung im Pastoralen Raum und soll die Trägerschaft der Angestellten in den Kirchengemeinden in Verbindung mit den örtlichen Verantwortlichen übernehmen). 

     

  • Mitbestimmung durch die Gremien im pastoralen Raum

     

    Mitbestimmung im Pastoralen Raum ist einerseits durch den Rat des Pastoralen Raums, andererseits durch die Synodalversammlung möglich und gewährleistet.

    Der Rat des Pastoralen Raums soll ein Gremium sein, in dem sich die Delegierten der fusionierten Pfarreien (und – bis 2025 – der Pfarreienräte) zusammen mit von der Synodalversammlung gewählten Personen über die Schwerpunkte der Pastoral, vor allem im Sinne einer diakonischen und missionarischen Ausrichtung, verständigen. Die Beratungen zum Haushalt erfolgen in gemeinsamer Abstimmung zwischen dem pastoralen Gremium und der Verbandsvertretung.

    Die Synodalversammlung setzt sich vor allem aus den Delegierten der Orte von Kirche sowie Vertreterinnen und Vertretern der pfarrlichen Gremien und der Verwaltungsgremien zusammen. In ihr wirken auch die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit.

  • Pfarreien und Pastoraler Raum: Aufgaben, Rollen, Gremien

    Die Pfarreien sollen in Zukunft wie bisher den Gläubigen im alltäglichen Leben Unterstützung und Hilfe für christliches Leben geben. Zu den großen christlichen Festen im Jahreskreis wie Weihnachten und Ostern, aber auch zu Feiern von Lebenswenden wie Geburt, Hochzeit und Tod und in der Begleitung Heranwachsender und ihrer Familien etwa bei der Erstkommunion, der Firmung und in Kinder-, Jugend- und Familiengruppen ergeben sich Berührungspunkte von einer Vielzahl von Gläubigen. Bei diesen Aufgaben sowie bei der liturgischen Gestaltung wirken Ehren- und Hauptamtliche zusammen und gestalten Kirche vor Ort. Viele Menschen erfahren so durch verschiedene Formen der Begegnung und Unterstützung Aufmerksamkeit in den Pfarreien.

    Papst Franziskus hat über die große Formbarkeit der Pfarrei und ihre missionarische Kreativität gesprochen. (Evangelii Gaudium Nr. 28, vgl. auch Schreiben des Bischofs zur Reform der Pfarreien Nr. 11) Daran knüpft die Umsetzung der Synode an: Die heutigen Pfarreien verändern sich durch Fusionen auf Ebene der Pfarreiengemeinschaften und durch eine stärkere Einbindung in den Pastoralen Raum.

    Aufbau des Pastoralen Raumes

    In den Beratungen der Diözesansynode war von weiten pastoralen Räumen die Rede; die Synodenteilnehmerinnen und -teilnehmer haben dies als einen der Perspektivwechsel verabschiedet. So gilt für Bischof Stephan, „dass es für eine Zukunftsfähigkeit unserer Pfarreien eine deutlich verbindlichere und damit wirksamere Vernetzung und Zusammenarbeit geben muss“ (Schreiben des Bischofs Nr. 19).

    Die Instruktion der Kleruskongregation zur Pfarrei betont die Herausforderungen durch die aktuellen Veränderungen in der Kultur und im Leben der Menschen und folgert, dass „die Pastoral über die territorialen Grenzen der Pfarrei hinausgehen“ soll und „die kirchliche Gemeinschaft durch die synergetische Wirkung zwischen verschiedenen Diensten und Charismen klarer sichtbar werden“ lasse. So kann sich „ein ‚pastorales Miteinander‘ im Dienste der Diözese und ihrer Sendung strukturieren“ (Nr. 123, vgl. auch Nr. 122).

    Der Bischof gibt den Verantwortlichen in der Pastoral unter anderem folgende Aufgaben für den Pastoralen Raum

    • die Pfarreien zu unterstützen,
    • für die Umsetzung der Synodenergebnisse im Sinne einer missionarischen, diakonischen und lokalen Kirchenentwicklung zu sorgen,
    • die Perspektive von Seelsorge und Caritas und anderen Kooperationspartner zusammenzubringen,
    • die Orte von Kirche zu fördern

    Folgende Instrumente sollen dafür eingesetzt werden

    • Es wird für jeden Pastoralen Raum ein Leitungsteams beauftragt.
    • Das Rahmenleitbild bietet inhaltliche Orientierung und beschreibt, wie in einem Pastoralen Raum pastorale Schwerpunkte festgelegt werden können.
    • Pfarrer, weitere Priester, Diakone, Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten arbeiten verbindlich zusammen und tragen gemeinsam Verantwortung für die Umsetzung der Schwerpunkte.
    • Dem Leitungsteam werden in einem weiteren Schritt Aufgaben der Dienstvorgesetztenschaft übertragen, damit der Personaleinsatz möglichst lokal geplant und gesteuert werden kann.
    • Aus den Gremien und Organen der Pfarreien/Kirchengemeinden (im Übergang auch aus den Pfarreiengemeinschaften und Kirchengemeindeverbänden) bilden sich Gremien und Organe auf Ebene des Pastoralen Raums, um den Auftrag des Bischofs einer diakonisch, missionarischen und lokalen Kirchenentwicklung umzusetzen.

    Auf der Ebene des Pastoralen Raums wird auch ein neuer Kirchengemeindeverband gebildet. Er sorgt für die rechtliche Handlungsfähigkeit, für die wirtschaftliche Umsetzung der Schwerpunkte und durch die Arbeitergeberfunktion für die Angestellten für eine Bündelung der Personalprozesse und bessere Koordination.

    Die Jahre 2022 bis 2025 werden davon geprägt sein, den Pastoralen Raum Bad Kreuznach zu errichten. Innerhalb des Raumes werden Formen der Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt und die Struktur nach und nach aufgebaut. Auch wird nach den Fusionen die heute noch bestehende Zwischenebene der Pfarreiengemeinschaften und Kirchengemeindeverbände wegfallen.

  • Eine Steuerungsgruppe bereitet den Pastoralen Raum vor

    Als Mitglieder der Steuerungsgruppe Bad Kreuznach sind beauftragt und ansprechbar: 

    Herr Daniel Bidinger (Dekanat)
    Herr Karl-Josef Bings (PFG Wallhausen)
    Herr Andreas Esch (Caritas)
    Frau Elfriede Hautz (PFG Rupertsberg)
    Herr Joachim Höhn (Pfarrei St. Willigis)
    Frau Viktoria Höhn (Pfarrei Sponheimer Land)
    Herr Michael Kneib (Pfarrei Bad Kreuznach Hl. Kreuz)
    Herr Thomas Thu-To Mai (PFG Guldenbachtal-Langenlonsheim)

    Die entsprechende Mandatierung durch den Generalvikar als pdf. 

    Zum formalen Rahmen:

    • Alle Pastoralen Räume sollen Steuerungsgruppen bilden. In einigen wenigen Räumen gibt es noch keine Steuerungsgruppen. Deren Aufgaben wurden von den lokalen Beauftragten wahrgenommen. Für die Vorbereitung der Pastoralen Räume ist es wichtig, dass es auf der Ebene des zukünftigen Pastoralen Raums eine Steuerungsgruppe zur Koordination gibt.
    • Die Steuerungsgruppen organisieren ihre Leitung selbstständig. Alle Steuerungsgruppen sollen mindestens eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner benennen. Es wird wichtig sein, dass wir in den nächsten Monaten zeitnahe Informationen austauschen. Dabei sind fest benannte Personen, die sich zu Videokonferenzen mit den Bistumsverantwortlichen treffen können, wichtig.
    • Die Steuerungsgruppen sollen bis 6 Monate nach der Errichtung des Pastoralen Raums im Amt bleiben.

    Zum inhaltlichen Rahmen:

    • Die Steuerungsgruppen bereiten die Errichtung der Pastoralen Räume vor. Dazu liegen ihnen die Berichte der Sondierungsphase bis spätestens 30. September 2021 vor. Informationen zu den Rahmenbedingungen und Aufgaben der Pastoralen Räume werden seitens des Generalvikariats zur Verfügung gestellt.
    • Sie sorgen dafür, dass die unterschiedlichen Akteure sich vernetzen und ihr Vorgehen absprechen. Vor allem in Pastoralen Räumen, die sich aus zwei oder mehr Dekanaten neu zusammensetzen, ist die Vernetzung dauerhaft sicher zu stellen.
    • Die Steuerungsgruppen sorgen in Zusammenarbeit mit den Dekanaten dafür, dass Informationen zur Synodenumsetzung und zum weiteren Vorgehen bei der Errichtung des jeweiligen Pastoralen Raums die Gremien und die Teams der Hauptamtlichen erreichen.
    • Sie unterstützen die Bistumsverantwortlichen bei der Durchführung von formalen Anhörungen.
    • Sie sind Ansprechpartner/innen für die Immobilienabteilung des Bistums bzgl. der Klärungen von Bürobedarfen für die Leitungsteams.
    • Sie unterstützen den Übergang vom Dekanat zum Pastoralen Raum, im Blick auf bisherige und neue Aufgaben, organisatorische Abläufe, die Verabschiedung der bisherigen Verantwortlichen und Handelnden, das Willkommenheißen der Leitungsteams für den Pastoralen Raum.
    • Nach der Errichtung des Pastoralen Raums sind sie wichtige Partner des Leitungsteams beim Aufbau des Pastoralen Raums.